At the bottom

Ein internationales Ensemble aus Theatermachern, Performern und Musikern prüft Maxim Gorkis Nachtasyl auf die Relevanz im eigenen Leben (Englisch / Deutsch).

Etwas zu lang den Traum von Selbstverwirklichung geträumt: In einer Gruppe gut ausgebildeter “junger Kreativer”, in der niemand genau weiß woher wer kommt und was man hier eigentlich gesucht hat, hat sich Lethargie eingestellt. Prekär? Längst vorbei! Man hat es sich ganz unten bequem gemacht. Perspektiven? Fehlanzeige.

Kurze Hoffnung stiftet ein geheimnisvoller Fremder – doch was bringen falsche Hoffnungen, wenn man sich schon als Verlierer begreift? Verlierer eines Systems, dessen Spielregeln man zu kennen glaubte? Was geschieht, wenn sich der Anspruch auf ein gesichertes Leben als Luftblase entpuppt? Wenn man nach zahlreichen Wohnortswechseln einsieht, niemals anzukommen? Wenn kein Studium und kein Praktikum den freien Fall nach unten aufhalten konnten? Und will man die Antworten überhaupt wissen?

Was wie der Anfang einer tragischen Romanhandlung klingt, wird immer häufiger ernüchternde Realität für viele Hoffende, die in einer Art Zwischenwelt, einer künstlichen Blase, vor sich hinvegetieren, unfähig aus dem Postpräkariat wieder auszubrechen. Denn das System bleibt erhalten. Und dennoch bleibt es reizvoll zu hoffen.

Mick: Andrew Clarke
Elle: Wenonah Wildblood
Nat “Nasty”: Raquel Villar
PayPal: Marcel Ruben Schoen
Ann: Sophie Guisset
the Singer: Mashyno
Sat: 
Ivan Doan
Luka: Frido Richter

Regie: Philipp Urrutia 
Dramaturgie: Charlotte Sofia Garraway
Bühne: Lúqua Bertini
Kostüme: Halla Farhat
Video: VDR LCD
Regieassistenz: Nana Tigges
Licht: Michal ANdrysiak
Ton: Björn Wünsch

Studio Polyphony

Premiere am 17.06.2017, 20 Uhr

Weitere Vorstellungen am 18. und 19.06.2017, 20 Uhr

Mit Unterstützung des Bezirksamtes Reinickendorf, Abteilung Bauen, Bildung und Kultur, Fachbereich Kunst und Geschichte im Rahmen der Dezentralen Kulturarbeit.

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